Siedlungsökologie: Tönt gut, aber was heisst das?

 

Seit einiger Zeit taucht das Schlagwort "Siedlungsökologie" öfters auf, zum Beispiel auch in der "Strategie Biodiversität Schweiz" des Bundesamts für Umwelt. Doch was versteckt sich eigentlich hinter diesem Begriff?

 

Das Siedlungsgebiet der Schweiz hat sich in den letzten Jahrzehnten stark ausgebreitet. Man hat nun erkannt, dass Siedlungsgebiet und Natur keine Gegensätze sein müssen. Ganz im Gegenteil: Auf dem Gebiet der Stadt Zürich kommen rund 1200 Pflanzenarten (von gesamtschweizerisch rund 3000 Arten) vor, in der intensiv genutzten Landschaft findet sich nur ungefähr die Hälfte der Arten auf einer vergleichbaren Fläche.

Das Potenzial vor der eigenen Haustüre ist also gross, aber wie soll man es nutzen? Wie kann ich meinen Garten zum Schmetterlings-paradies machen? Was für Strukturen müssen vorhanden sein, damit ein Igel sich wohl fühlt und die Schnecken frisst? Auf was soll man bei der Pflanzenauswahl achten? Machen Sie doch als ersten Schritt den Gartencheck und erfahren Sie, wo Ihr Garten steht!

 

BirdLife Schweiz hat zu Biodiversität im Siedlungsraum eine mehrjährige Kampagne gestartet, Informationen dazu finden Sie hier.

 

Bioterra Schweiz verbindet seit 1947 Biogarten, Biokonsum und Biolandwirtschaft und bietet viele praktische Tipps zum naturnahen Garten.

Aktuell läuft die Aktion "Mission B" von SRF, die neue Lebensräume für einheimische Blumen, Bienen, Vögel und Eidechsen schaffen will. In diesem Zusammenhang ist auch das Label Floretia entstanden. Es hilft einerseits, ökotypische einheimische Pflanzen für den eigenen Garten zu finden. Andererseits kann man Tiergruppen fördern und so z.B. herausfinden, was Sommervögeln hilft. Und zukünftig soll das Label einheimische Pflanzen auch im Verkauf kennzeichnen. SVS/BirdLife Schweiz ist der Trägerschaft bereits beigetreten.

 

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